Tricksen im Hause Lando

Als Einstieg in die Trickkiste möchte ich euch kurz erzählen, wie wir zum Tricksen gekommen sind und wie das bei uns Zuhause abläuft.

Tricksen für jederhund

Lange Zeit dachte ich, Tricksen wäre super schwierig und nur was für die ganzen Super-Hunde im Fernsehen. Mein eigener Hund ist doch zu blöd für sowas. Bis der Hund einer Freundin Dinge halten und „Schäm dich“ konnte. Das war so cool, diese Tricks bei einem „realen“ Hund zu sehen, dass ich das auch wollte. Also habe ich mit Indra angefangen zu üben, im Alter von 12 Jahren. Sie hat Pfötchen mit beiden Pfoten gelernt und dann Männchen. Das hat mir gezeigt, dass Tricksen eine tolle Beschäftigung für jeden Hund ist, egal welche Rasse/Mix oder wie alt er ist. Jeder Hund kann Tricks lernen.

Die Trick-Sucht und wir

Mit Lando haben wir relativ früh angefangen zu tricksen, aus meiner heutigen Sicht vielleicht ein bisschen zu früh. Es fing an mit den ersten Kommandos „Sitz“ und „Platz“, die Lando natürlich super schnell drauf hatte. Dann kam Pfötchen geben dazu, dann „PENG!“, dann „dreh dich“ und so ist bei uns langsam aber sicher die „Trick-Sucht“ ausgebrochen.

So kam es dann auch, dass Lando schon eine Menge Tricks drauf hatte, bevor wir unseren ersten Trickkurs mitgemacht haben. Dort haben wir ihn dann auf den Clicker konditioniert.

Mittlerweile kann Lando um die 60 Tricks. Hier findet ihr eine Liste aller Tricks, die Lando schon kann oder die wir noch üben wollen. Unser Ziel ist dabei überhaupt nicht, dass Lando unendlich viele Tricks kann oder die Tricks in Perfektion beherrscht. Der Weg ist das Ziel und wir lieben es, uns mit Lando die Tricks zu erarbeiten, zu sehen, wie er denkt und was ihm liegt.

„Ja, dein Hund ist ja auch schlau!“

Das ist etwas, was wir öfter hören. Nicht nur über Lando, sondern auch über andere Trickser, z.B. Aussies oder Border Collies. Klar, diese Rassen lernen schnell, aber das heißt nicht, dass sie mit den Tricks geboren wurden. Natürlich ist auch Lando kein Wunderhund und kann die Tricks nicht einfach so. Dahinter steckt eine Menge Zeit und viel Arbeit. Zeit, die man investieren muss. Zeit, in der man nicht auf dem Sofa liegt oder am Handy hängt. Außerdem trickse ich nicht alleine mit ihm, sondern auch meine Mutter ist dem Trick-Fieber verfallen. Wir tricksen meistens zwei mal am Tag: morgens und abends. Da muss Lando sich seine Mahlzeiten erarbeiten. Die Dauer der Trickeinheiten variiert bei uns auch oft, je nachdem, ob wir einen neuen Trick üben oder nicht. Durchschnittlich könnte man sagen, 10-15 Minuten pro Mahlzeit, also insgesamt 30 Minuten pro Tag.

Damit wir nicht nur tricksen, bauen wir auch oft Schnüffel- und Suchspiele ein oder pausieren mal eine Woche, wenn wir merken, dass Lando unmotiviert ist und eine längere Trick-Pause braucht. Dabei sollte man genau auf seinen Hund achten und es nicht übertreiben, damit das Tricksen noch Spaß macht.

Die richtige Motivation finden

Als Motivation und Belohnung kann man alles mögliche verwenden. Der eine freut sich über ein Spielzeug als Belohnung, der andere arbeitet nur für Essbares. Lando gehört der letzteren Gruppe an. Generell ist Lando kein Hund, der aus Spaß an der Freude arbeitet. Nein, nein, die Bezahlung mussstimmen!

Da wir immer zu seinen Mahlzeiten tricksen, nutzen wir sein Trockenfutter dafür. Man kann aber auch normale Leckerlis nehmen oder kleine Karottenstücke, wenn der Hund auf seine Bikini-Figur achten muss.

Jetzt würde mich interessieren, wie ihr zum Tricksen gekommen seid?
Liebe Grüße,
Lando & Sophia

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