Leben mit Zweithund | Exklusives Interview

Alou wohnt inzwischen schon fast drei Monate im Hause der Kleinstadtpfoten. Sie hat sich sehr gut eingelebt und das Zusammenleben mit Lando klappt auch echt gut. Nun ist es an der Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen. Dazu konnten wir ein exklusives Interview mit Lando Groß & Flauschig organisieren und haben ihn nach seinen Erfahrungen aus dem Leben mit Zweithund befragt.

Viel Spaß beim Lesen!

KLEINSTADTPFOTEN:
Mr. Groß und Flauschig, es freut uns sehr, dass Sie sich die Zeit für ein Interview mit uns genommen haben. Viele unserer Leser*innen interessieren sich nämlich dafür, wie es Ihnen mit einem Zweithund ergeht. Haben Sie gut hergefunden?

LANDO:
Bitte, bitte, meine Freunde nennen mich Lando. Ich habe sehr gut hergefunden, danke der Nachfrage. Ich bedanke mich natürlich ebenfalls für das Interesse an meiner Person und hoffe, dass ich dem ein oder anderen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann.

KLEINSTADTPFOTEN:
Okay, Lando, erzähl doch mal: Wie war es, als dich deine Familie plötzlich mit einem Hunde-Baby auf dem Arm erwartet hat? Kam diese Veränderung sehr überraschend?

LANDO:
Naja, überraschend war das ganze im Nachhinein nicht unbedingt. Das Ganze fing bereits Ende 2018 an. Da habe ich schon wahrgenommen, dass meine Menschen öfter mal ohne mich wegfuhren und bei Ihrer Ankunft nach anderen Hunden rochen. Anfangs habe ich mir nicht viel dabei gedacht und war einfach froh, dass sie wieder zu mir zurückkamen. Doch ab März ungefähr wurde es doch verdächtig.

KLEINSTADTPFOTEN:
Inwiefern verdächtig? Hast du da bereits geahnt, was dich erwarten wird?

LANDO:
Geahnt habe ich DAS noch nicht. Ich wusste aber, dass sich etwas ändern wird. Die Wochenenden waren sonst immer für mich allein bestimmt und auf einmal waren meine Menschen jedes Wochenende verschwunden und rochen danach ganz interessant. Solch ein Geruch war mir nur aus meiner Welpenstube bekannt. Ich habe diese Gerüche intensiv aufgenommen, aber was mir das sagen sollte, stellte sich erst mit der Zeit heraus.

KLEINSTADTPFOTEN:
Interessant. Konntest du den Geruch zuordnen?

LANDO:
Anfangs noch nicht, nein. Ich habe zwar einen ausgesprochen guten Geruchssinn, aber ich wusste  nicht, wem ich diesen Duft zuordnen soll. Ich konnte aber aus dem Duft entnehmen, dass es sich um ein kleines Hundemädchen handelt. Aber noch bei weitem nicht in dem Alter, wo ich mich für Damen interessieren würde. Ich bin ja ein anständiger Kerl.

KLEINSTADTPFOTEN:
Wie hast du den Tag wahrgenommen, als deine Menschen losgefahren sind und dann mit dem kleinen Flausche-Baby zurückkamen?

LANDO:
Der 13. April 2019 war der Tag, der mein Leben verändern sollte. Die Menschen sind ja oft am plappern und in den Tagen vor diesem Tag hieß es oft „Lando, bald bist du nicht mehr allein!“ oder „Lando, wenn Alou da ist, dann …“. Aus diesem Gefasel habe ich allerdings nur gehört „Alarm, Warnung, Alou, Gefahr“. Deswegen wollte ich meine Menschen am Morgen des 13. April auch nicht alleine gehen lassen. Es deutete alles darauf hin, dass etwas schreckliches passieren würde… Aber sie haben mich ausgetrickst…

KLEINSTADTPFOTEN:
Wie war es für dich, als du das kleine Hundemädchen Alou das erste mal gesehen hast?

LANDO:
Es lief ja so ab, dass alle auf dem Sportplatz in der Nähe von meiner Hundehütte gewartet haben. Der Luca ist mit mir von Zuhause losgegangen und ich habe mein Frauchen Nr. 1 gesehen und war komplett aus dem Häuschen! SIE LEBT NOCH!! Kein Weltuntergang! Was für eine Erleichterung, sag ich euch! Naja, dann habe ich von weitem Sophia gesehen, die hatte irgendwas helles auf dem Arm. Man, ich war so froh, dass die auch noch gelebt hat!! Als ich dann näher kam, konnte ich sehen, was das Helle auf ihrem Arm war. Ein BABY!!! Oh Gott, ich weiß doch gar nicht, wie man mit Babys umgeht?!?!
Ich war so aufgeregt und konnte mich kaum beherrschen, sie sagten, dass ihr Name Alou ist und sie meine Schwester und Freundin wird.

Endlich hat alles einen Sinn ergeben. Kein Weltuntergang. Ein Baby. Meine Freundin. Toll, toll, toll! So kann doch jeder Tag sein!

KLEINSTADTPFOTEN:
Es gibt ja Hunde, die möchten nicht so gern fremde Hunde mit in ihre Hundehütte nehmen. Wie stehst du dazu?

LANDO:
Also ich habe damit keine Probleme. Meine Pforte steht für jeden offen. Natürlich habe ich das kleine Alou-Baby auch herzlich empfangen. Dass das vielleicht doch nicht so eine gute Idee war, das hat sich erst viel später herauskristallisiert.

KLEINSTADTPFOTEN:
Oh, wie meinst du das? Kommt ihr nicht gut miteinander aus?

LANDO:
Ja… nein, doch… Schwer zu sagen. Eigentlich verstehen wir uns echt gut. Es gibt keine wirklich großen Probleme, aber inzwischen wird das Baby echt nervig! Sie haut mir mit ihren Pfoten ins Gesicht, beißt in mein schönes Fell und reißt alles an sich, was eigentlich mir gehört. Meine Box, mein Spielzeug, mein Essen, mein Bett, mein Frauchen… alles nimmt sie sich… So schnell kann ich nicht mal gucken!!!

KLEINSTADTPFOTEN:
Ach, sowas aber auch! Was unternimmst du dagegen, damit sie damit aufhört?

LANDO:
Nichts, zumindest nicht viel. Mal sag ich ihr, dass ich es doof finde, dann hört sie auch mal auf. Aber meistens versuche ich, sie zu ignorieren. Irgendwann muss sie doch merken, dass es nichts bringt, oder??

KLEINSTADTPFOTEN:
Dazu kann ich dir leider keine Tipps geben, Lando. Aber sag mal, ihr habt doch auch Spaß zusammen, oder nervt sie dich nur?

LANDO:
Natürlich haben wir auch sehr viel Spaß zusammen! Ich freue mich, dass ich nun nach Herzenslust mit jemandem toben kann und sie scheint sich auch sehr gut an meine Spiel-Vorlieben anzupassen. Rauf-Buddys, yeaaah!

KLEINSTADTPFOTEN:
Na, das klingt doch super! Wird denn bei euch auch mal gekuschelt, wenn ich fragen darf?

LANDO:
Das möchte ich lieber für mich behalten. Das ist doch ein eher privates Thema, was ich nicht gern in diesem Internetz stehen haben möchte. Was ich aber verraten kann, ist, dass wir getrennt schlafen. Jeder bei seinem Frauchen.

KLEINSTADTPFOTEN:
Wie wäre es mit einem abschließenden Fazit? Ist das Leben mit einem zweiten Hund besser oder schlechter als vorher?

LANDO:
Ich würde sagen, beides hat so seine Vor- und Nachteile. Für mich überwiegen aber momentan noch ganz knapp die Vorteile und ich würde den Nervzwerg nicht mehr missen wollen. Sie gehört nun einfach zu mir dazu. Mein kleiner Schatten.

Und mal ehrlich: endlich gibt es jemanden, der mich mehr liebt als ich mich selbst liebe. Der HAMMER!!!

KLEINSTADTPFOTEN:
Lieber Lando, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview. Es war schön, die ganze Geschichte auch mal aus deiner Perspektive wahrzunehmen. Bei Gelegenheit würde ich gerne zu anderen Themen auf dich und deine Expertise zurückkommen. Bis dahin verabschiede ich mich und wünsche dir noch viel Spaß mit Alou. Sei lieb zu ihr!

LANDO:
Es war mir eine Ehre!

Insgesamt verstehen sich die beiden echt super. Im Moment „leidet“ der arme Lando vielleicht ein bisschen unter Alous Nervigkeit, aber er schafft es auch nicht, ihr deutlich zu sagen, dass sie es lassen soll und lässt das meiste einfach über sich ergehen. So ist er, der Lando…
Auch merkt man inzwischen, dass Lando sich freut, wenn er Zeit mit mir und meiner Mutter alleine verbringen kann, ohne dass Alou dabei ist, da hat er dann endlich seine Ruhe.

Zwei Hunde zu haben, ist aber wirklich toll. Morgens ist es immer zu süß, wie Alou Lando die Augen putzt und Lando dann Alous Ohren. Die beiden sind schon ein echt cooles Gespann, auch wenn es mal anstrengend ist.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Beitrag ein bisschen zum Schmunzeln bringen konnte.

Liebe Grüße,
Sophia mit Lando & Alou

 

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